Niedersachsens Innenminister
Uwe Schünemann (CDU) hat ein Verbot für sogenannte Facebook-Partys gefordert.
Dazu sagte die Vorsitzende und medienpolitische Sprecherin der Fraktion
DIE LINKE im Landtag, Kreszentia Flauger: (Christian Degener, 04.07.2011)„Uwe Schünemann ist mit 84 Fans auf Facebook offensichtlich kein erfahrener Facebook-Anwender. Wenn er mehr über die Chancen und Risiken dieser Plattform erfahren will, kann er sich gern bei uns melden, vielleicht kommt er dann mit seinen politischen Forderungen im 21. Jahrhundert an. Im Ernst: Schünemann sollte sich für eine bessere Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen einsetzen; und dafür, dass die Betreiber von sozialen Netzwerken ihre Nutzer auf mögliche Folgen ihres Nutzungsverhaltens hinweist. Statt dessen hören wir von Schünemann die übliche Forderung nach einem pauschalen Verbot, diesmal eben für Facebook-Party-Einladungen. Das würde die vorwiegend harmlosen Facebook-Nutzer beeinträchtigen. Außerdem wäre kaum abzugrenzen, welche Facebook-Einladungen sich auf Partys beziehen und welche sich auf andere Veranstaltungen beziehen. Vielleicht weiß Herr Schünemann das aber auch ganz genau und zielt mit seiner Verbotsforderung darauf, die Mobilisierung zu politischen Veranstaltungen und Demonstrationen gleich mit zu verhindern.“