Themen der Linksfraktion in dieser Plenarwoche (04.10.10)

Dienstag, 5. Oktober: Der Landtag wird ab etwa 15 Uhr über Gesetzentwurf der Landesregierung zum neuen Versammlungsrecht beraten. Nach Ansicht der LINKEN-Abgeordneten ist der Entwurf ein Versammlungsverhinderungsgesetz: Die darin vorgesehenen Anmeldefristen, die polizeilichen Überwachungsrechte, die Pflichten des Anmelders und die Straf- und Bußgeldvorschriften sind eine Zumutung.

Mittwoch, 6. Oktober: Die Linksfraktion wird in der aktuellen Stunde des Landtags die neuen Hartz-IV-Regelsätze thematisieren. Die Neuregelung verspottet das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und verhöhnt die Betroffenen. Ab 16.30 Uhr steht die schwarz-gelbe Atompolitik im Fokus der Plenarsitzung. Die Linksfraktion lehnt in einem gemeinsamen Antrag der Oppositionsfraktionen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ab und fordert eine Beteiligung des Bundesrates in dem Verfahren.

Donnerstag, 7. Oktober: Die Linksfraktion hat eine Dringliche Anfrage zur Abschiebepraxis der Landesregierung gestellt. Sie will von der Landesregierung wissen, ob sie daran festhält, Roma in das Kosovo abzuschieben, obwohl sie dort prekäre Verhältnisse erwarten. Ab etwa 15.40 Uhr geht es in einem Antrag der Linksfraktion um „Humanität und Solidarität statt menschenverachtender Ausgrenzung“. Sie will damit in der von Thilo Sarrazin angestoßenen Diskussion ein Zeichen setzen und wendet sich gegen die zunehmende Ausgrenzung von Minderheiten. Ab 16.20 Uhr geht es um das geplante neue Zentralgebäude an der Universität Lüneburg. Die LINKE will das ÖPP-Projekt stoppen, da große Haushaltsrisiken für das Land bestehen.