„Atomausstieg selber machen“ - Landtagsabgeordnete Kreszentia Flauger gibt in
Sprechstunde zum Thema Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger auch zu Hause auf saubere Energien umsteigen können (05.10.10)
Wildeshausen: Eine Sprechstunde mit spezieller Thematik bietet die Landtagsfraktionsvorsitzende der Linken,
Kreszentia Flauger an: Am Montag, den 11.10.2010 erklärt sie von 16.00 bis 18.00 Uhr interessierten
Besucherinnen und Besuchern in ihrem Wahlkreisbüro in der Sögestraße 10 in Wildeshausen gern,
wie auch Privathaushalte schnell und unkompliziert den Stromanbieter wechseln können,
um zukünftig alternative Energien zu nutzen und der Atomlobby ein eindeutiges Nein entgegenzusetzen.
Seit 1998 können Verbraucher selbst entscheiden, welcher Anbieter sie versorgen soll und welche Art von
Strom sie nutzen möchten. Die Vehemenz der Bewegung gegen Atomkraft in diesem Land hat in den letzten
Monaten deutlich gezeigt, dass viele Menschen nicht mehr gewillt sind, die Machenschaften der gewinnorientierten
Atombranche und der ihr zuarbeitenden Lobby in der Politik tatenlos gewähren zu lassen. Atomkraftwerke sind
schmutzig, gefährlich und schädlich für Mensch und Umwelt. Sie strahlen jederzeit kleine Mengen an Radioaktivität aus,
ziehen das Problem der ungeklärten Endlagerfrage nach sich und dienen einseitig wirtschaftlichen Interessen.
Ökostrom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen, deren Reserven unerschöpflich sind.
Eine sichere, nachhaltige und umweltverträgliche Art der Energieerzeugung, die zahlreiche
Menschen in diesem Land bereits nutzen. Entscheidend ist aber vor allem, dass Anbieter nicht
nur mit sauberem Strom handeln, sondern sich auch am Bau neuer Anlagen beteiligen,
denn nur dadurch ist die Förderung neuer Energien möglich. Der private Umstieg ist zwar einfach und schnell
möglich, doch sollte dabei auf einiges geachtet werden, beispielsweise, ob Prüfsiegel vorhanden sind, die
bestätigen, dass ein Anbieter tatsächlich sauberen Strom verkauft oder selbst in neue Anlagen investiert.
Tatsächlich ist der Ökostrom in vielen Fällen etwas teurer als die Atomenergie, die seit Jahrzehnten in
Deutschland kräftig vom Steuerzahler subventioniert wird, ihre Einsparungen aber auch nicht an die Kunden
durchreicht. Mittlerweile gibt es aber auch schon günstige Ökostromanbieter.
Kreszentia Flauger erläutert EigenheimbesitzerInnen und MieterInnen während dieser Sprechstunde gern die Zusammenhänge
und gibt wertvolle Ratschläge, wie der Wechsel zu einem Ökostromanbieter vonstatten geht, welche Vorteile damit
verbunden sind und welche Anbieter in Frage kommen. Insbesondere MieterInnen haben dabei einiges zu beachten,
beispielsweise, ob sie selbst der Vertragspartner des Stromlieferanten sind, (in einigen Fällen ist das der Vermieter),
und ob es einen eigenen Stromzähler für die Wohnung gibt, denn nur mit einem solchen ist auch für MieterInnen der
Wechsel des Stromanbieters möglich. Menschen, die sich darüber informieren möchten und besonders jene, die die
Entscheidung für den Ökostrom bereits getroffen haben, aber Hilfe bei der Umsetzung brauchen, sind herzlich willkommen.