100 Jahre Frauentag – Es gibt noch viel zu tun! (07.03.11)
Der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden,
auch als Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag bekannt,
feiert am 08. März 2011 seinen 100. Geburtstag. Er entstand einst in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im
Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und wird weltweit von Frauenorganisationen
begangen. Ein Jubiläum, das Anlass zu Stolz und Freude bietet, haben die Frauen in allen Teilen der
Welt in diesen 100 Jahren und länger hart gekämpft, um ihre Rechte durchzusetzen und auch schon einige Erfolge damit erreicht.
„Man muss aber auch bedenken“, erklärte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion
im Landtag Kreszentia Flauger, „dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Ungleichbehandlungen und
Unterdrückung von Frauen und Mädchen stehen leider nach wie auf der globalen Tagesordnung.
Das beginnt bei der Sklavenarbeit, der weiblichen Genitalverstümmelung, der Kinderheirat, dem
Zwang zur Prostitution, dem Menschenhandel und ähnlich unmenschlichen Auswüchsen von Ausbeutung
und Unrecht in vielen Ländern und endet bei den faktischen Nachteilen in der Lebensgestaltung in
unseren Breiten, wo Frauen nach wie vor schlechter bezahlt werden, seltener in leitende Positionen aufsteigen und
häufig eben nicht die vielfach gerühmte Freiheit haben, sich für Familie und Beruf zu entscheiden. Wir haben
weder das Problem der organisierten, häuslichen oder anderweitigen Gewalt gegen Frauen gelöst, noch die Frage
nach tatsächlicher Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zufriedenstellend geklärt.“
Auf Grund dieser Tatsachen soll der 100. Geburtstag des Frauentages durchaus auch Anlass bieten, Kraft für
weitere Aktivitäten zu sammeln, die eine wirkliche Gleichberechtigung auf allen gesellschaftlichen Ebenen vorantreiben.