Flauger setzt sich für IGS in Harpstedt ein (15.09.2011)

Mit ihrer Rede im Plenum hat Kreszentia Flauger eine klare Aufforderung an die Landesregierung formuliert: Sie soll dem mehrheitlichen Elternwillen folgen und endlich die Einrichtung einer IGS in Harpstedt ermöglichen. DIE LINKE setzt sich generell dafür ein, dass Eltern und Kinder überall im Land die Möglichkeit haben, eine Integrierte Gesamtschule zu besuchen. Diese Wahlmöglichkeit, soll sie für jede Familie geschaffen werden, bedingt aber weniger strenge gesetzliche Vorgaben, als von der Landesregierung verabschiedet wurden, weshalb der Konflikt in der Bildungspolitik unaufhörlich gärt: CDU und FDP wollen das etablierte Schulsystem mit seiner dreiteiligen, selektiven Gliederung um jeden Preis bewahren – Pädagogen, Eltern und andere Betroffene stoßen mit ihren Forderungen nach mehr Integrierten Gesamtschulen auf taube Ohren.

Auch der Streit um die IGS Harpstedt hat sich an der geforderten Fünfzügigkeit entzündet: Hochrechnungen ergaben, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren knapp nicht genügen, um die Fünfzügigkeit zu entsprechen. Dies war ein Grund für die Landesregierung, der IGS entgegen dem mehrheitlichen Willen der Eltern eine Absage zu erteilen. Auch die Petition mit 300 gesammelten Unterschriften konnte CDU und FDP nicht dazu bringen, die vormals propagierte Ausnahmeregelung anzuwenden, um die Einrichtung einer vierzügigen IGS in Harpstedt auf den Weg zu bringen. Inzwischen sind Gerichtsverfahren in dieser Sache anhängig; die Eltern fühlen sich zu Recht betrogen und nicht ernst genommen.

„Nun besteht die Möglichkeit, eine Ausnahme der gesetzlichen Regelungen zuzulassen und damit dem ausdrücklich formulierten Willen von Eltern, Lehrern, Schülern nachzukommen“, erklärte Kreszentia Flauger, „allein die Regierung stellt sich quer, obwohl es ein Leichtes wäre, der gewünschten IGS in Harpstedt den Weg zu ebnen. Ich appelliere eindringlich an das Land, die Petition zu berücksichtigen.“

Befürworter der IGS befürchten, in wenigen Jahren werde die derzeitige Haupt- und Realschule an Schülerzahlen ausbluten. DIE LINKE im Landkreis Oldenburg steht uneingeschränkt auf der Seite der Elterninitiative, die sich für die IGS in Harpstedt engagiert.



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