Kreszentia Flauger besucht Mehrgenerationenhaus und Krandelbad (16.09.10)
Wildeshausen. Die Landtagsfraktionsvorsitzende der Linken, Kreszentia Flauger, hatte heute zwei
Termine in ihrer Heimatstadt Wildeshausen auf dem Plan. Sie besuchte das Mehrgenerationenhaus und
das Schwimmbad am Krandel, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.
Zunächst besuchte sie das Mehrgenerationenhaus und führte mit Sandra Scholz vom Team des Mehrgenerationenhauses und
Herrn Brinkhus vom DRK-Ortsverein ein Gespräch über die Arbeit vor Ort, aber auch über die fragwürdig gewordene
Zukunft der Einrichtung. Helle Räume, liebevoll eingerichtet – das Mehrgenerationenhaus präsentiert sich offen und freundlich.
Jede/r Interessierte kann dort zu den Öffnungszeiten hinkommen, um dort bei einem Gespräch einen Kaffee zu trinken und sich
über die Angebote zu informieren. Zahlreiche und vielfältige Angebote werden den Bürgerinnen und Bürgern hier gemacht,
beispielsweise eine Hausaufgaben- oder Ferienbetreuung für Kinder, Computerkurse für ältere Menschen oder unterhaltsame
Treffen von Interessengruppen unterschiedlichen Alters, etwa Müttern mit Kindern oder Senioren zu kurzweiligen Skatrunden.
Auch verschiedene Selbsthilfegruppen können besucht werden. Für die Menschen, die in Wildeshausen und Umgebung leben,
ist dieses Haus eine wertvolle Möglichkeit, soziale Kontakte zu pflegen, auch schafft es – wie der Name sagt - eine
Verbindung zwischen den Generationen und bietet praktische Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen an.
Die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser, von denen es in Deutschland ca. 500 gibt, steht jedoch auf der Kippe:
Ende des Jahres wird die Bundesförderung eingestellt, was einen erheblichen Einbruch in der Finanzierung und
Unterhaltung dieser wichtigen Institution bedeutet. Auch in Wildeshausen stehen die Mitarbeiter ratlos vor der
Frage, was danach werden soll, denn es werden 40.000 Euro bei einem Jahresetat von nur 70.000 Euro fehlen.
Dabei ist das Mehrgenerationenhaus für die Stadt Wildeshausen und die Gesellschaft von großer Bedeutung,
es muss, so meint Kreszentia Flauger, um jeden Preis erhalten bleiben. Die zahlreichen Angebote sind für
viele Menschen äußerst wichtig, beispielsweise für Familien, die auf die Kinderbetreuungsmöglichkeiten
angewiesen sind. Aus diesem Grund hat die Landtagsabgeordnete dem Team des Mehrgenerationenhaues zugesagt,
sie werde dieses Problem in die Haushaltsdebatte im Niedersächsischen Landtag einbringen. Sie werde sich
dafür einsetzen, erklärte Flauger, dass Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, um das Mehrgenerationenhaus auch in Zukunft zu erhalten.
Der zweite Termin am heutigen Tage führte Flauger ins Krandelbad, um sich gemeinsam mit Hans Ufferfilge,
dem Leiter des Fachbereichs für Innenangelegenheiten der Stadt Wildeshausen, vor Ort die Gegebenheiten anzuschauen.
Der ausgesprochen desolate Zustand des Hallenbads wird, meint Flauger, vor allem im unterirdischen Bereich offensichtlich,
stellenweise sind die Leitungssysteme inzwischen der völligen Verrottung anheimgefallen. Ein Zustand, der seit über
zehn Jahren nicht wirklich behoben wird, denn so lange schon werden gelegentlich winzige Beträge in die Reparatur gesteckt,
ohne eine grundlegende Entscheidung für eine endgültige Lösung zu treffen. „Stück- und Flickwerk betreibt man dort halbherzig“,
kritisierte die Landtagsabgeordnete, „was betriebswirtschaftlich völliger Unfug und für die Mitarbeiter des Bades und die
zuständigen Verantwortlichen der Stadt eine Zumutung ist.“ Hans Ufferfilge lehne inzwischen die Verantwortung für das Bad,
das Gefahr läuft, jederzeit geschlossen zu werden, ab.
Die Entscheidung für einen Neubau oder eine Sanierung ist dringend. Welche dieser beiden Lösungen die bessere ist,
vermag Kreszentia Flauger nicht zu beurteilen, klar für sie ist aber in jedem Fall: Nach über zehn Jahren des
„Herumeierns“ muss jetzt endlich eine Lösung her. Jeden Tag könne wieder etwas kaputt gehen, was eine Schließung
nach sich ziehen würde. Als Kreisstadt braucht Wildeshausen jedoch ein Schwimmbad. „Eine solche Einrichtung ist
bedeutsam für die Menschen“, weiß Flauger, „beispielsweise bietet sie Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit,
sich zu treffen, Sport zu treiben, die Freizeit sinnvoll zu gestalten.“ Den gegenwärtigen Zustand sieht sie als unhaltbar an.
Für die Neugestaltung – ob im Rahmen einer Sanierung oder eines kompletten Neubaus – fordert Flauger eine Lösung,
die energetisch auf dem Stand der Zeit ist. Die Verwendung energiesparender Anlagen, am besten unter Nutzung
erneuerbarer Energien, sei unabdingbar, um die laufenden Kosten niedrig zu halten und die Umwelt zu schonen.
>>> Mehrgenerationenhaus Wildeshausen im Internet besuchen