Verfahren gegen Stephan Klär eingestellt – Vorwurf des Betrugs nicht haltbar (23.04.10)
Wildeshausen. Das Engagement für die Kinder in Tamboril (Dominikanische Republik) hatte für Stephan Klär
eine Strafanzeige mit erheblichen Folgen nach sich gezogen: Nachdem er im Rahmen des Vereins Dominikanische
Kinderhilfe e.V. Spenden für die dringend notwendige Operation des kleinen Yoelmi gesammelt hatte, war er im
Sommer 2009 wegen Betrugs angezeigt
worden. Hintergrund des Vorwurfs war die Behauptung, Operationen in der
Dominikanischen Republik seien für Kinder kostenlos und Klär hätte die gesammelten Spenden seiner
Lebensgefährtin in Tamboril zur Verfügung gestellt, um ihr und ihrer Familie ein luxuriöses Leben zu finanzieren.
Stephan Klär vermutet als Initiator der Anzeige die in der dominikanischen Republik ansässige Fundacíon Mundo Nuevo.
Nun teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg in einem Schreiben mit, dass nach Sichtung aller Unterlagen,
auch angeblich nicht vorhandene Arztberichte und Quittungen wurden vorgelegt, das Verfahren gegen Stephan
Klär nach § 170 StPO eingestellt wurde. Das bedeutet, dass Anhaltspunkte, die Ermittlungen und die Erhebung
einer Klage nach sich ziehen würden, nicht vorhanden sind. Der Vorwurf des Betrugs erweist sich somit als
ungerechtfertigt. Nichtsdestotrotz wird Stephan Klär mit den Folgen dieser haltlosen Anzeige noch lange zu
kämpfen haben: Sowohl beruflich als auch privat hat sich der Vorfall negativ auf sein Leben ausgewirkt.
Im Internet weit gestreute Verleumdungen kosteten ihn seinen Job, laufende Hilfsprojekte wurden gestoppt und
sein soziales Umfeld erlitt einen erheblichen Schaden. Nachdem der Vorwurf gegen ihn widerlegt ist, hofft Klär
auf nun eine baldige gesellschaftliche Rehabilitation.
Zum Hintergrund: Seit Jahren engagiert sich Stephan Klär aus Wildeshausen für die Ärmsten der Armen in der
Dominikanischen Republik. 16 Monate lang lebte er gemeinsam mit seiner dominikanischen Frau Altagracia im
Stadtviertel "Carlos Diaz" in Tamboril bei Santiago. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland sammelte er ab
April 2009 in Zusammenarbeit mit der Dominikanischen Kinderhilfe e.V. als Fördermitglied Zuwendungen und
Spenden, um seinem Patenkind Yoelmi helfen und Hilfsprojekte des Vereins für Kinder in Not mit seiner Arbeit
unterstützen zu können. Durch die Naturkatastrophe im Februar 2009 hatte sich die Situation der Menschen in
Tamboril nochmals verschlimmert.
Der kleine Yoelmi hat seine Gehirnoperation gut überstanden. Heute geht es ihm bis auf kleine Probleme wieder gut.
Zum Einstellungsschreiben der Staatsanwaltschaft
www.kinder-carlosdiaz.de