DIE LINKE zum morgigen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen: Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen zur gesetzlichen Leistung machen (Christian Degener, 24.11.11)

Hannover. DIE LINKE im Landtag fordert anlässlich des morgigen „Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ die Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen in die gesetzlichen Leistungen aufzunehmen. Bisher wird das Geld als sogenannte freiwillige Leistung im Landeshaushalt bereitgestellt. „Das hat zur Folge, dass diese Einrichtungen keine langfristige Planungssicherheit haben. Die Aufnahme in die gesetzlichen Leistungen wäre ein wirklicher Beitrag im Kampf gegen Gewalt an Frauen“, sagte die Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Kreszentia Flauger. Sie betonte die Bedeutung der Frauenhäuser und Beratungsstellen. „Gewalt gegen Frauen ist ein widerwärtiges Phänomen unserer Gesellschaft. Frauenhäuser sind für viele misshandelte Frauen die letzte Zuflucht. Die Betroffenen haben Schreckliches durchlebt, ihnen muss schnell und unkompliziert geholfen werden“, so Flauger.

Frauenhäuser und Beratungsstellen verfügten über ein breites Angebot: Sie bieten den betroffenen Frauen nicht nur Soforthilfe an, sondern entwickeln mit ihnen auch Perspektiven für den Weg in ein anderes Leben. Außerdem leisten sie Präventivarbeit und organisieren Fortbildungsangebote und Öffentlichkeitskampagnen. „Die Einrichtungen wurden von engagierten Frauen gegen viele Widerstände ins Leben gerufen. Sie haben lange schon gesetzliche Aufgaben übernommen, obwohl eine ausreichende Finanzierung immer wieder infrage gestellt wurde. Das muss sich jetzt ändern.“



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