Zum heutigen Bildungsgipfel:
Althusmann hat alle verärgert – Landesregierung bleibt Gesamtschulen feindlich gesinnt (Christian Degener, 30.12.2010)
Hannover. Nach dem heutigen sogenannten Bildungsgipfel hat DIE LINKE im
Landtag Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann noch einmal scharf
kritisiert. Kreszentia Flauger, die Vorsitzende der Fraktion, erklärte
dazu: „Mit seiner nicht vorhandenen Kompromissbereitschaft
hat Althusmann alle verärgert. Er und seine Parteikollegen
hatten offenbar zu keinem Zeitpunkt Interesse an einem wirklichen
Kompromiss in der Schulpolitik. Sein anfängliches Versprechen,
offen und kommunikationsbereit zu sein, war anscheinend Heuchelei.“
Schon beim ersten Bildungsgipfel habe sich die Regierung nicht
konsensorientiert gezeigt. Beide Veranstaltungen
seien lediglich der Verkündungsrahmen für Regierungsentscheidungen gewesen.
Die Linkfraktion sei kompromissbereit gewesen. Flauger weiter:
„Unser Angebot an die Regierungsfraktionen war, dass die
Gymnasien unangetastet bleiben, Integrierte Gesamtschulen
und Oberschulen zu gleichen Bedingungen errichtet werden
können. Doch das Angebot haben sie ausgeschlagen.“
Die Landesregierung wende sich mit ihrem Vorgehen gegen
tausende Eltern in Niedersachsen, die sich eine Integrierte
Gesamtschule für ihr Kind wünschten. „Die Landesregierung bleibt
Gesamtschulen feindlich gesinnt“, betonte Flauger.