LINKE will Traglufthalle über Kurbad statt Neubau – zugunsten von Kinderbetreuungszeiten und sozialen Einrichtungen (Kreszentia Flauger, 07.11.2011)

Die Linke in Wildeshausen hat Änderungsvorschläge zum Hauhaltsentwurf 2012 vorgelegt. Sie will die eingestellten 10 Millionen Euro für den Kurbad-Neubau auf zwei Millionen Euro reduzieren. Kreszentia Flauger, Ratsfrau der Linken im Stadtrat, begründet den Änderungsantrag: „Wenn wir die jetzt vorgesehenen 10 Millionen für den Kurbad-Neubau im Haushalt belassen, können viele andere wichtige Vorhaben nicht durchgeführt werden. Dazu gehören notwendige Ausweitungen der Betreuungszeiten in Kindergärten, Bau-, Einrichtungs- und Sanierungsmaßnahmen an Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Haltestellen und Straßen und sinnvolle Förderungen sozialer Einrichtungen. Es wäre unverantwortlich, für einen Schwimmbadneubau auf Jahre hinaus wichtige Aufgaben der Stadt in den Bereichen Bildung, Soziales und Infrastruktur zu unterlassen.“ Flauger ist der Meinung, dass Städte und Gemeinden aktuell chronisch unterfinanziert sind: „Ich finde es tragisch, dass Städte und Gemeinden sich zur Zeit nur entscheiden können, welche eigentlich erforderlichen Aufgaben sie vernachlässigen. Das wird sich leider auch nicht ändern, so lange die Bundesregierung lieber mehr als 30 Milliarden jährlich für den Verteidigungshaushalt ausgibt und Steuergeschenke an Hoteliers verteilt, statt das nötige Geld an die Kommunen zu geben.“

Die Linke schlägt als Konsequenz aus der Finanzlage der Stadt vor, statt des Kurbad-Neubaus eine Traglufthalle zu kaufen und die dafür erforderlichen Bauarbeiten durchzuführen. Diese könne jeweils für die kalte Jahreszeit das Freibad überdachen und so das Schwimmen auch im Winter ermöglichen. Für Flauger ist das der richtige Kompromiss: „Eine Kreisstadt braucht ein für alle zugängliches Ganzjahres-Schwimmbad, in dem Kinder schwimmen lernen können, Vereine trainieren können und Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit Sport treiben können. Wir können da auch nicht auf Nachbarorte verweisen, das würde die Kinder ausgrenzen, deren Eltern aus finanziellen oder zeitlichen Gründen nicht die Möglichkeit haben, ihre Kinder dort hinzubringen. Aber wir brauchen keinen teuren Neubau, um all diese Bedürfnisse abzudecken. Die Traglufthallen- Variante reicht dafür aus und lässt gleichzeitig genug Luft im Haushalt für andere wichtige Dinge.“

Mit einem weiteren Änderungsantrag will die Linke für mehr Transparenz der Politik sorgen: „Wir haben einen Betrag von 5000 Euro beantragt, von dem die Stadt die technische Ausrüstung für eine Internetübertragung der Ratssitzungen und öffentlichen Ausschusssitzungen beschaffen soll. So können Interessierte die Beratungen und Entscheidungen live verfolgen und sich ein Bild davon machen, wie und von wem ihre Interessen vertreten werden.“

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Aus dem Stadtrat Wildeshausen

Im September 2011 wurde Kreszentia Flauger für DIE LINKE in den Wildeshauser Stadtrat gewählt. Auch in ihrer Heimatstadt will sich die Politikerin politisch einbringen. Bürgerinnen und Bürger aus Wildeshausen sind dazu aufgefordert, Kreszentia Flauger gern mitzuteilen, wenn sie diesbezüglich etwas auf dem Herzen oder eine wichtige Information haben. Auch Fragen und konstruktive Kritik oder Diskussionen sind herzlich willkommen, denn Kreszentia Flauger weiß, dass erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit nur gemeinsam mit den Menschen und für die Menschen funktioniert.

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